Walter Thurnherr: Ist die Schweiz bereit für die neue Weltlage?

Die Spielregeln der Weltpolitik verändern sich fundamental. Was das für die Schweiz und ihre Aussenpolitik bedeutet: Publizist Roger de Weck im Gespräch mit Alt-Bundeskanzler Walter Thurnherr.

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Kann das Schweizer Politsystem rasch genug auf globale Umbrüche reagieren? Macht der Bundesrat aussenpolitisch seine Hausaufgaben? Und ist neutrale Zurückhaltung heute – angesichts hybrider Kriege, Klimakrise und dem unberechenbaren Gebaren von Donald Trump – nicht überholt?

Der ehemalige Bundeskanzler Walter Thurnherr kennt sowohl Bundesbern als auch die Schweizer Aussenpolitik in- und auswendig. Vor seiner Zeit als «achter Bundesrat» war u.a. Diplomat in Moskau und persönlicher Mitarbeiter des Aussenministers Flavio Cotti. Heute ist der gelernte Physiker Professor an der ETH.

Im Podcast-Gespräch mit Publizist Roger de Weck erklärt Thurnherr, warum sich die Schwere von Krisen erst Jahre später wirklich beurteilen lässt – und inwiefern die aktuelle Weltlage einem Schulhausplatz ohne Aufsicht ähnelt.

Buchhinweis: Walter Thurnherr: «Wie der Bundesrat die Schweiz regiert und weshalb es trotzdem funktioniert», Verlag Kein & Aber, 2025.

In diesem Podcast

00:00 Intro

01:16 Wie die aktuelle Weltlage die Schweizer Aussenpolitik verändert

07:01 Wandel antizipieren – wie gelingt das in unserem Politsystem?

11:23 Hybride Kriege und die Aufrüstung in Europa

19:41 Wie gefährlich ist Russland für die Schweiz?

24:29 Spektakelpolitik und vergessene Krisen

32:38 Die Krisenfähigkeit des Schweizer Systems

36:18 Der ewige Zankapfel Aussenpolitik

43:38 Hat der Bundesrats eine aussenpolitische Strategie?


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