Mattea Meyer: Welche linke Politik braucht es heute?

In der Schweiz ist die Sozialdemokratie erfolgreich, in Europa verliert sie. Warum? Roger de Weck befragt die Co-Präsidentin der SP, Mattea Meyer.

Download it: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Rund zwanzig Mal stimmte die Schweiz über fremdenfeindlich Volksinitiativen ab – die Bürgerinnen und Bürger lehnten alle ab ausser der «Masseneinwanderungsinitiative». Erst kürzlich scheiterte ganz klar die SVP-Initiative zur «10-Millionen-Schweiz». Doch den meisten Medien waren die 45 Prozent Befürwortende viel wichtiger als die 55 Prozent, die Nein gestimmt hatten.

Mattea Meyer, die Co-Präsidentin der SP Schweiz, sieht darin das Ergebnis eines verbreiteten rechten Narrativs. Dieses lenke soziale Verunsicherung und Abstiegsängste auf ausländische Menschen als Sündenböcke um. Derlei Schuldzuweisung habe sich bis in die Mitte hinein durchgesetzt.

In der jüngsten Folge von «De Weck: im Gespräch» sprechen der Publizist und die Parteichefin über die Schere zwischen »oben« und »unten«, über bürgerlichen Antimoralismus, über linke Armeeskepsis in bedrohlicher Weltlage. Und sie erörtern, warum die Schweizer SP mittlerweile erfolgreicher ist als die meisten Sozialdemokraten in Europa.

In dieser Folge

00:00 Intro

00:58 Narrative der Migrationsdebatte

14:23 Der sozialdemokratische Sonderfall Schweiz

18:56 Wie liberal können linke Positionen sein?

27:56 Politik des Ablieferns und der Emotionen

30:25 Antworten auf Abstiegsängste

33:49 Bürgerlicher Antimoralismus

41:11 Linke Armeeskepsis in der aktuellen Weltlage

49:37 Ein Blick in die Zukunft


Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.