«Das Tierschutzgesetz schützt vor allem die Tierhalter»
Wer schaut hin, wenn Schweine bei Bränden verenden?
Im Kanton Luzern häufen sich Brände in Schweineställen. Doch niemand will genauer hinsehen – obwohl Hunderte Tiere qualvoll verenden. Der Auftakt der Sommerserie der Dritten Gewalt.
Sechs Mal brennt ein Schweinestall – allein im Kanton Luzern und allein in einem Zeitraum von knapp zwei Jahren. Strafrechtlich haben solche Fälle kaum je Konsequenzen. Der Landwirt schade sich ja selbst, wenn er den Brandschutz vernachlässige, heisst es etwa vor Gericht.
Doch warum ist das Tierwohl kein Thema? Warum spricht niemand von Tierquälerei und schreitet energisch dagegen ein? Für die Strafverfolgerinnen steht das Delikt der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst im Vordergrund. Verurteilungen sind selten. Und bei den Kontrollen hapert es gewaltig.
Das Schweizer Justizsystem hat seine Tücken. In der Sommerserie der «Dritten Gewalt» sprechen die Gerichtsreporterinnen und Gerichtsreporter der Republik mit Basil Koller über ihre spannendsten Fälle. Über mangelnden Brandschutz in Schweineställen, einen Mordfall eines Juden an einem NSDAP-Funktionär oder Rassismus bei der Polizei.
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Weiterführende Links
- Republik: Wer schaut hin, wenn Tiere qualvoll sterben?
- Republik: Verbrannte Schweine: Lasche Kontrollen, wenig Lust zur Strafverfolgung
Produktion: Basil Koller Hosts: Basil Koller & Markus Schärli
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