Ein Klima-Prozess im Hitzesommer
Die Klimcamp-Proteste von 2020
Die Strafgerichte tun sich schwer mit der Klimakrise. Zwei Männer müssen sich nach sechs Jahren vor Gericht verantworten, weil sie sich 2020 bei einer friedlichen Kundgebung nicht freiwillig vom Bundesplatz begeben haben.
Ein Mann warnte vor sechs Jahren auf dem Bundesplatz vor den Folgen der Klimaerwärmung. Mitten im diesjährigen Hitzesommer muss er sich dafür vor Gericht verantworten. Im September 2020 versammeln sich Hunderte von überwiegend jungen Menschen zu einem Klimacamp direkt vor dem Bundeshaus in Bern – unter dem optimistischen Motto «Rise up for Change». Sechs Jahre später kämpft einer der Camper noch immer für einen Freispruch.
Haben die Temperaturen einen Einfluss auf die Verhandlung? Wie gehen die Oberrichterinnen mit Menschen um, die genau davor gewarnt haben, was für alle sicht- und spürbar eingetreten ist? Im Gespräch mit Boas Ruh erzählt Brigitte Hürlimann von einem Prozess, der mit einem Rauswurf begann. Und von richterlichen Argumentationen, die sich immer wieder ändern.
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Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh
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